In allen großen Weltreligionen hat die Vorstellung vom Tod als Ende der menschlichen Existenz und die Frage nach einem Leben nach dem Tode eine zentrale Bedeutung. Zwei Grundtypen von Antworten lassen sich dabei unterscheiden: der Glaube, dass der Mensch nur einmal auf dieser Erde lebt, und der Glaube an die Wiedergeburt als eine große Zahl voraufgehender und folgender Leben auf der Erde.

Die beiden Grundtypen haben Folgen für das Verständnis von Leben und Tod wie auch für das Verhältnis der Menschen zu den anderen Lebewesen. Im Bereich der Einmaligkeit des Lebens folgt in Judentum, Christentum und Islam ein ewiges Leben im Jenseits mit Auferstehung, Letztem Gericht und einer möglichen personalen Weiterexistenz. Im Kontext der Wiedergeburt folgen auf das jetzige Leben weitere, darunter auch solche als Tier oder unsichtbares Geistwesen (Götter, Teufel), und ein möglicher Ausstieg aus dem Kreislauf der Wiedergeburt als Erlösung (Moksha, Nirvana).

Der Vortrag wird zeigen, wie sich die Inhalte der Begriffe Leben und Tod je nach dem kulturellen Kontext von Einmaligkeit des Lebens und Wiedergeburt verändern und welche Konsequenzen sich daraus für ein Leben nach dem Tode ergeben.

Diese spannende Frage behandelt der hannoversche Religionswissenschaftler Peter Antes in seinem Vortrag am

Mittwoch, dem 10. Mai 2017 um 18:15 Uhr

im Kesselhaus der Leibniz-Universität (Schloßwender Straße 5).

Der öffentlichen Vortrag ist eine Benefizveranstaltung für das Institut für Theologie und Religionswissenschaft in Zusammenarbeit mit dem Freundeskreis der Religionswissenschaft Hannover e. V. Daher beträgt der Eintritt 5 Euro, für Studentinnen und Studenten 2 Euro und ist für Vereinsmitglieder gratis.

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